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Neue Wege im Kampf gegen Leukämie: Raphael hofft auf die Forschung!

Raphael, gerade mal eineinhalb Jahre alt, hat schon viel Zeit im Krankenhaus verbracht. Der Junge leidet an einer schweren und sehr seltenen Form der Leukämie. Bereits mit sechs Monaten erhielt er die Diagnose Blutkrebs, Chemo- und Antikörpertherapien folgten. Leider ohne Erfolg. Die aggressive Leukämie konnte nicht ausgemerzt werden.


Als Raphael mit fünf Monaten Schnupfen und Fieber bekam, gingen die Ärzte zunächst von einer hartnäckigen Erkältung aus. Eine Blutuntersuchung alarmierte schließlich einen Arzt, der den kleinen Jungen direkt in die Kinderklinik einwies. Dort die Diagnose: Leukämie. Sofort erhielt er die verfügbaren Therapien, die erkrankten Kindern meist gut helfen. Aber Raphaels Körper sprach nicht gut auf die konventionelle Chemotherapie an. Eine Transplantation von Stammzellen eines gesunden Spenders sollte die ersehnte Heilung bringen. Neun Monate verbrachten Mutter und Sohn in der Klinik. Ende 2016 schien Raphael endlich gesund, die Leukämiezellen waren nicht mehr nachweisbar und die Familie konnte fünf glückliche Wochen zu Hause verbringen. Anfang des Jahres dann der Rückschlag: Die Leukämie war zurückgekommen, Raphaels Blutwerte waren schlechter denn je.


Dabei sind die Heilungschancen für Kinder mit Blutkrebs vergleichsweise gut: Etwa 80 Prozent der an akuter lymphatischer Leukämie erkrankten Kinder können heute dauerhaft geheilt werden. Die Krebsforschung erlebt aktuell eine Renaissance der Immuntherapie. Alle Augen sind dabei auf unsere T-Zellen gerichtet, die den Kampf gegen die Tumorzellen aufnehmen sollen: Die T-Zellen sind Teil unseres Immunsystems und unter anderem für die Krebsabwehr zuständig. Neue Therapieansätze versuchen nun, die Abwehrzellen der Patienten im Labor dahingehend zu verändern, dass sie Krebszellen besser erkennen und verstärkt bekämpfen können. Erste klinische Studien zeigen große Erfolge [Quelle2], Krebspatienten können neue Hoffnung schöpfen.


Raphael ringt um sein Leben. Eine neuartige Immuntherapie könnte Heilung bringen, ist in Deutschland allerdings noch nicht verfügbar. Der Junge muss sich nun einer zweiten Stammzelltransplantation unterziehen, diesmal erhält er das Knochenmark seiner Mutter. Dieses passt nur zu 50 Prozent - daher ist die Therapie mit einem höheren Grad an Nebenwirkungen verbunden. Allerdings sind die mütterlichen Zellen im Kampf gegen Raphaels Leukämiezellen auch stärker als die Zellen des ersten Spenders.
Wir hoffen sehr, dass Raphael die Behandlung gut übersteht und den Kampf gegen den Krebs gewinnt. Seine Geschichte zeigt: Forschung kann helfen. Forschung braucht aber auch viel Zeit, Engagement und finanzielle Ressourcen – Raphael kamen die Fortschritte der Wissenschaft bereits zugute, seine Ärzte geben nicht auf. Auch Sie können Raphael und vielen anderen Kindern mit seltenen Erkrankungen helfen!


Helfen Sie mit! www.care-for-rare.org/forschungkannhelfen


Quellen:
http://www.kompetenznetz-leukaemie.de/content/patienten/leukaemien/all/
https://de.wikipedia.org/wiki/Akute_lymphatische_Leuk%C3%A4mie
http://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/de/514.php

Ihre Ansprechpartnerin:

Anne-Marie Flad

Tel: + 49 89 4400-57947
Fax: +49 89 4400-57702